Große Montessori-Abschlussarbeit

Die fünfunddreißig Achtklässler der Montessori-Schule Wertingen präsentierten vergangene Woche ihre „Große Arbeit“ (nach Maria Montessori). Die Schüler/-innen hatten ein halbes Jahr Zeit ein Thema zu wählen, mit Hilfe eines Mentors ein Werkstück zu erstellen und den Prozess in einer umfangreichen schriftlichen Ausarbeitung zu dokumentieren.

Die Bandbreite der gewählten Aktivitäten war in diesem Jahr wieder ungeheuer groß: Vom Kochbuch über einen ersten Einblick in Aktiengeschäfte, von der Patchworkdecke bis zum Fernsehsofa für eine Großfamilie, vom restaurierten Fahrrad bis zum renovierten Mini-Bulldog, einem geschweißten Kesselofen bis zum neu angelegten Bio-Garten, von einem Kochkurs für Vorschulkinder bis zum Grusel-Fotobuch reichten die Themen.

Die Mentoren/-innen unterstützten die Schüler/-innen, indem sie ihre Werkstatt zur Verfügung stellten oder Tipps für die Bildbearbeitung am PC gaben, in aller Regel jedoch vor allem durch Ermutigung und Geduld, wenn ein Plan etwas zu ehrgeizig geraten war oder die praktische Arbeit viel Know-how erforderte.

Die Ergebnisse ihrer „Großen Arbeit“ präsentierten die Schüler vor großem Publikum – auch diese eine wichtige Erfahrung für das spätere Berufsleben.
Eine Jury aus Vertretern der Wirtschaft und der Schulfamilie würdigte die „Großen Arbeiten“ schließlich mit einer Urkunde. „Echte Hingabe an eine Sache ist nur mit Freiheit möglich“, so zitierte Schulleiterin Beate Lahner-Ptach am Ende der gelungenen Veranstaltung.